Reisebericht Dr. Peter Schwidtal

Datum: 14.11.2017

Von seiner nur fünftägigen Reise im November zurückgekehrt, gibt Dr. Peter Schwidtal<...

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Senta Berger in Eritrea

Datum: 14.11.2017

In Kooperation mit der Stiftung „RTL – Wir helfen Kindern“ reiste unsere Schirmher...

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Gute Fortschritte in Doroq

Datum: 27.09.2017

Der Schulumbau in Doroq schreitet voran!

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"ARCHEMED – Ärzte für Kinder in Not" leistet humanitäre medizinische Hilfe für Kinder, damit Kinder von Krankheiten geheilt werden und sich gesund entwickeln können. Dies fängt bereits bei einer sicheren Geburt an: der Tag der Geburt ist der lebensgefährlichste Tag für Mutter und Kind. Um für beide bestmöglichen professionellen medizinischen Schutz zu gewähren, gibt es in Europa Perinatalzentren. Keren, die zweitgrößte Stadt Eritreas, besitzt nur ein altes, viel zu kleines Krankenhaus, welches aber das medizinische Zentrum für den gesamten Norden des Landes, für über 1 Million Menschen darstellt. Hier baut ARCHEMED zusammen mit dem Gesundheitsministerium ein modernes Mutter-Kind-Zentrum auf. Sichere Geburten für die Mütter, ein integrierter Kaiserschnitt-OP und direkt benachbart eine Neugeborenen-Intensivstation. Dies ist das Konzept - ein Modellprojekt für das ganze Land. Und ein Ausbildungszentrum obendrein. Momentan entbinden hier 2.000 junge Frauen jährlich. Demnächst wohl 3.000 und mehr. Ein wichtiger Beitrag von ARCHEMED zur weiteren Senkung der Mütter- und Neugeborenen-Sterblichkeit, der UN Millennium-Development-Goals Nr. IV und V.

Medizinisch humanitäre Hilfe
für Kinder in Not

Seit Vereinsgründung 2010 engagiert sich ARCHEMED in dem kleinen Land am Roten Meer. Eritrea gehört seit 1994 zu den sog. Least Developed Countries (LDC), ein von den Vereinten Nationen definierter sozialökonomischer Status, der die 48 am wenigsten entwickelten Länder beschreibt („Vierte Welt“).

Nach 30 Jahren Befreiungskrieg von Äthiopien ist das Land innerlich ausgeblutet. Ein weiterer Krieg mit Äthiopien 1998-2000 und eine mehrjährige Dürrekatastrophe danach haben dem Land erneut sehr geschadet. Es herrscht Mangel an materiellen und humanen Ressourcen. Mangel kennzeichnet auch das eritreische Gesundheitswesen: Es gibt zu wenig Ärzte (< 1 Arzt pro 10.000 Einwohner), Schwestern und Hebammen. Frühgeborene und erkrankte Neugeborene hatten früher kaum eine Überlebenschance.

Vor unserem Einsatz gab es keine medizinische Versorgung für Frühgeborene und kranke Säuglinge und keine Kinderchirurgie. Kinder mit angeborenen Herzfehlern starben unerkannt und unbehandelt. Allerdings: Impfprogramme, Verbot der genitalen Beschneidung von Mädchen, Bekämpfung der HIV-Infektionen und nicht zuletzt die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit im Sinne der Millenniumsziele der Vereinten Nationen sind in Eritrea erfolgreich und vorbildlich für ganz Afrika.