Die Kleinsten, die Neu- und Frühgeborenen, hatten in Eritrea schlechte Startchancen, wenn es Komplikationen gab. Ihre Sterblichkeit war im Weltvergleich sehr hoch. Dies hat sich stark gebessert, seitdem die Neonatologen (auf Neu- und Frühgeborene spezialisierte Kinderärzte) in Asmara eine Neugeborenenstation aufbauten und dort einfache, aber effektive Behandlungsstandards einführten. Inzwischen werden 1200 Kinder pro Jahr aufgenommen, die Sterberate auf der Station, speziell bei den Frühgeborenen, konnte um 30 % gesenkt werden.

Mehrfach im Jahr kommen Teams, bestehend aus Kinderärzten und Kinderkrankenschwestern aus Remscheid, Bremen, Gelsenkirchen und Zürich, um die eritreischen Schwestern und Ärzte zu unterstützen und das Projekt weiter zu entwickeln. Die eritreische Gesundheitsministerin ist begeistert von dem Erfolg dieser Station, sodass sie sich eine Neonatologie in jeder Provinzklinik wünscht.

Projektleiter: Silke Scheider-Börsch, Kinderkrankenschwester Intensiv, Remscheid

                    Dr. Wilfried Göbe, Neonatologe, Gelsenkirchen

                    Prof. Dr. Dirk Bassler, Neonatologe, Zürich (CH)