Versteigerung für Mutter-Kind-Klinik

Datum: 08.05.2019

Seit 2016 unterstützen die Lörracher Brüder Florian und Tim Porsche den Bau der Früh...

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Jahresbericht 2018 - ARCHEMED

Datum: 29.03.2019

Hier können Sie den Jahresbericht 2018 einsehen. Er informiert Sie über die wesentlich...

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Nachruf Dr. Bernd Kowald

Datum: 12.03.2019

Bernd Kowald ist tot. Wir erinnern uns mit etwas Wehmut an die Zeit, als, vor rund 20 J...

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Leipziger Uni-Team für Ostafrika

Seit Mai 2015 unterstützt nun auch ein Leipziger Uni-Team rund um Projektleiterin Anja Wendisch ein Hospital in Eritrea und baut in der bestehenden Kinderstation des Regionalkrankenhauses Ghinda einen Neonatologie-Bereich auf.
Das Team besteht aus Kinderkrankenschwestern, Kinderärzten, Hebammen und Technikern und ist das bereits 5. Neonatalprojekt von ARCHEMED in Eritrea.

Ghinda liegt ca. 20 km Luftlinie von der Hauptstadt Asmara entfernt und ist sehr ländlich geprägt. Das Einzugsgebiet des Hospitals beträgt 150 km, d.h. es versorgt nahezu 400.000 EW, wenn diese den Weg bis dorthin überhaupt antreten.
Es wurde 2006 gebaut, verfügt aber über keine Solaranlage, so dass die Strom-und Wasserversorgungen oft über Stunden unterbrochen sind, da der Diesel für den Generator knapp und teuer ist.
Wie in den meisten Regionalkrankenhäusern gibt es auch eine Kinderstation, aber für kranke Neugeborene oder Frühchen gab es dort keinen Platz, trotz 800 - 1000 Geburten pro Jahr. Die Kinder werden den Müttern direkt nach der Geburt mit nach Hause gegeben, deren Schicksal ist damit oft besiegelt.

Wir sehen unsere Aufgabe darin, die Kollegen vor Ort mit Material, Geräten, intensiven Schulungen und positiver Motivation so zu unterstützen, dass sie den Rest des Jahres in der Lage sind, den neonatologischen Bereich selbstständig zu führen. Dabei geht es nicht um Intensivmedizin, sondern um die Basisversorgung der Früh-und Neugeborenen in den Bereichen Hygiene, Wärme, Ernährung, Medikation, Atemtherapie usw.
2x im Jahr werden dafür Container mit Material beladen und ein wechselndes Team reist für 2 Wochen vor Ort, baut auf und schult.
So konnten wir  gemeinsam mit den eritreischen Kollegen die Stromverteilung in dem Bereich erneuern, 2 Neonatologie-Räume renovieren und einrichten, ein Lager aufbauen, Erstversorgungsplätze im Kreißsaal und im OP einrichten und alles mit medizinisch-notwendigem Material und Geräten bestücken. Erste intensive Workshops und Teachings fanden statt.
Dies wurde von den eritreischen Kollegen gut angenommen, so dass bereits vielen kleinen Leben eine gute Chance zum Start ins Leben gegeben werden konnte.

Unser Kinderarzt, Dr. Tsegai, sowie die Gynäkologen und Chirurgen Dr. Dawid und Dr. Abraham, haben einen sehr guten Ausbildungsstand und immer wieder erleben wir ihre Motivation, voran zu kommen. Das lässt hoffen, dass trotz der Standortschwierigkeiten und der Herausforderungen in Sachen Ausbildung und Personal unser Projekt weiterhin so schnell wächst und gedeiht.
Die entwickelten Freundschaften, der Respekt voreinander und der gemeinsame Wille, etwas zu verändern für alle kranken Kinder, v. a. für die kleinsten unter ihnen, bilden ein sicheres Fundament für die nächsten Jahre der Zusammenarbeit.

Große Projekte wie Sanierungen, die eigentlich notwendige Installation einer Solaranlage und einer Sauerstoffzuleitung, aber auch jeder Einsatz vor Ort mit Unmengen an Material und Anschaffungen, verschlingen große Geldsummen. Wir danken deshalb von Herzen allen Spendern und Unterstützern!!


Projektleitung: Anja Wendisch, Kinderkrankenschwester, Leipzig



Medizinisch humanitäre Hilfe
für Kinder in Not

Seit Vereinsgründung 2010 engagiert sich ARCHEMED in dem kleinen Land am Roten Meer. Eritrea gehört seit 1994 zu den sog. Least Developed Countries (LDC), ein von den Vereinten Nationen definierter sozialökonomischer Status, der die 48 am wenigsten entwickelten Länder beschreibt („Vierte Welt“).

Nach 30 Jahren Befreiungskrieg von Äthiopien ist das Land innerlich ausgeblutet. Ein weiterer Krieg mit Äthiopien 1998-2000 und eine mehrjährige Dürrekatastrophe danach haben dem Land erneut sehr geschadet. Es herrscht Mangel an materiellen und humanen Ressourcen. Mangel kennzeichnet auch das eritreische Gesundheitswesen: Es gibt zu wenig Ärzte (< 1 Arzt pro 10.000 Einwohner), Schwestern und Hebammen. Frühgeborene und erkrankte Neugeborene hatten früher kaum eine Überlebenschance.

Vor unserem Einsatz gab es keine medizinische Versorgung für Frühgeborene und kranke Säuglinge und keine Kinderchirurgie. Kinder mit angeborenen Herzfehlern starben unerkannt und unbehandelt. Allerdings: Impfprogramme, Verbot der genitalen Beschneidung von Mädchen, Bekämpfung der HIV-Infektionen und nicht zuletzt die Senkung der Mütter- und Kindersterblichkeit im Sinne der Millenniumsziele der Vereinten Nationen sind in Eritrea erfolgreich und vorbildlich für ganz Afrika.